Deutsche Vereinigung für Erbrecht
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Überschwerung

bedeutet, dass die Überschuldung des Nachlasses auf Vermächtnissen und Auflagen (nicht dagegen Pflichtteilsansprüchen) beruht. In diesem Fall stellt das Gesetz den Erben eine andere Möglichkeit als das Nachlassinsolvenzverfahren zur Verfügung, um ihre Haftung auf den Nachlass zu beschränken. Die Erben sind berechtigt, die Berichtigung dieser Verbindlichkeiten zu verweigern, soweit der Nachlass nicht ausreicht. Sie können also die sogenannte Einrede der Überschwerung erheben. Diese Einrede müssen die Erben aber unbedingt ausdrücklich geltend machen. Sie müssen sich also ausdrücklich auf ihr Leistungsverweigerungsrecht berufen und es im Prozess erklären. Neben den Erben steht die Einrede auch dem Nachlassverwalter und dem Testamentsvollstrecker zu.

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