Deutsche Vereinigung für Erbrecht
und Vermögensnachfolge e. V.
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Erbeinsetzung

Grundsätzlich können Sie jede Person – unabhängig vom Alter, Geschlecht oder von der Staatsangehörigkeit – als Erben einsetzen. Es steht Ihnen frei, bestimmte Kinder zu bevorzugen oder zu enterben. Auch Ihr nichtehelicher Lebenspartner kann Erbe sein, und zwar selbst dann, wenn Sie selbst oder Ihr Partner noch verheiratet sind.

Als Erbe kommt jeder Mensch, also jede natürliche Person in Betracht, wenn sie zum Zeitpunkt des Erbfalls lebt. Stirbt der von Ihnen eingesetzte Erbe vor dem Erbfall, wird er nicht Erbe. Wer an seiner Stelle Erbe wird, können Sie in Ihrer Verfügung von Todes wegen bestimmen; andernfalls gilt gesetzliche Erbfolge. Als Erben können Sie auch einsetzen, wer bei Eintritt des Erbfalls zwar noch nicht geboren, aber bereits gezeugt worden ist. Voraussetzung ist, dass das Kind lebend zur Welt kommt.

Als Erben können Sie juristische Personen des Privatrechts (z.B. eingetragene Vereine, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaften) ebenso einsetzen wie juristische Personen des öffentlichen Rechts (z.B. den Bund, ein Bundesland oder die Kirche).

Regeln Sie in Ihrem Testament auch den Fall, dass einzelne Verfügungen unwirksam sind. Folgende Formulierung ist zu empfehlen: „Sollte eine oder mehrere Verfügungen unwirksam sein, so bleiben die übrigen wirksam.“