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2021 – das Jahr der Veränderungen?

10. Januar 2021

Das Corona-Jahr 2020 ist zu Ende gegangen und darf als außergewöhnliches Jahr bezeichnet werden. Mit dem Jahreswechsel treten viele neue Regelungen und Gesetze in Kraft. Der Gesetzgeber war trotz der Krise fleißig und hat sich neben einer Vielzahl von Corona-Maßnahmen auch mit weiteren Themen beschäftigt.

So können sich im Jahr 2021 Familien auf eine Aufstockung des monatlichen Kindergelds um 15 EUR freuen. Künftig werden 219 EUR Kindergeld für die ersten beiden Kinder, 225 EUR Kindergeld für das dritte Kind und 250 EUR Kindergeld für das vierte Kind gezahlt. Ebenfalls erhöht sich der Kinderfreibetrag der Eltern auf insgesamt 8.388 EUR. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beträgt seit 2020 4.008 EUR. Dies soll wegen der Corona-Krise auch 2021 so bleiben.

Ebenfalls ändert sich der gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2021. Von 9,35 EUR brutto pro Stunde steigt er nun auf 9,50 EUR pro Stunde. Bis 2022 soll der Mindestlohn auf 10,45 EUR angehoben werden. Die Mindestausbil-dungsvergütung pro Monat steigt ab Januar 2021 ebenfalls, und zwar auf 550 EUR.

Als Entlastung für den Steuerzahler traut sich der Gesetzgeber an den Solidaritätszuschlag ran. Laut Informationen des Bundesfinanzministeriums soll die Freigrenze bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, auf 16.956 EUR beziehungsweise auf 33.912 EUR (Einzel-/Zusammenveranlagung) der Steuerzahlung angehoben werden. Dies hat zur Folge, dass eine Familie mit zwei Kindern bis zu einem Bruttojahreslohn von 151.990 EUR und Alleinstehende bis zu einem Bruttojahreslohn von 73.874 EUR keinen Solidaritätszuschlag (Soli) mehr zahlen müssen.

Auch Rentner können sich auf Erhöhungen im Jahr 2021 freuen. Die Grundrente für Geringverdiener tritt in Kraft. Autobesitzer hingegen müssen beachten, dass für Neufahrzeuge mit hohem Spritverbrauch und CO2-Ausstoß von mehr als 195 Gramm pro Kilometer künftig ein doppelt so hoher Kfz-Steuer-Aufschlag zu zahlen sein wird. Autos, die bis 95 Gramm CO2 ausstoßen, sollen künftig weniger Aufschlag zahlen. Pendler sollen ab 2021 ebenfalls weniger zahlen. Die Bundesregierung hat die Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer auf 35 Cent erhöht.

Plastik sorgt zunehmend für die Verschmutzung der Umwelt und der Meere. Ab dem 3.7.2021 dürfen EU-weit unter anderem Plastikbesteck, Plastikgeschirr, Strohhalme, Styroporbehälter für warmes Essen zum Mitnehmen oder auch Wattestäbchen aus Plastik nicht mehr hergestellt werden. Sollte das Plastik-Verbot missachtet werden, wird ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit eingeleitet.

Zerberus meint: „Alles wird gut (hoffentlich).“

aus: ZErb 1/2021, zerb verlag

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