Anfechtung wegen Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten

Die Anfechtung wegen Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten ist in der Praxis der wichtigste Anfechtungsgrund.

Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten

Ein Testament kann angefochten werden, wenn der Erblasser einen zur Zeit des Erbfalls vorhandenen Pflichtteilsberechtigten (z.B. ein Kind) übergangen hat, dessen Vorhandensein ihm bei der Errichtung des Testaments nicht bekannt war oder der erst nach der Errichtung geboren oder pflichtteilsberechtigt geworden ist.

Beispiel: A hat vor einigen Jahren ein Testament errichtet und seine drei Kinder als Erben eingesetzt. Nach dem Tod seiner Frau heiratet er wieder. Mit seiner zweiten Frau hat er zwei weitere Kinder. Sein bereits errichtetes Testament hat er vergessen und im Übrigen ist er der Meinung, dass seine Kinder durch die gesetzliche Erbfolge versorgt seien. In diesem Fall können die pflichtteilsberechtigten Kinder aus der zweiten Ehe das Testament anfechten.

Die Anfechtung wegen Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten ist ausgeschlossen, soweit anzunehmen ist, dass der Erblasser auch bei Kenntnis der Sachlage sein Testament so errichtet hätte.

Tipp:

  • Die schwierige Rechtsfrage, ob ein gesetzlich anerkannter Grund für die Anfechtung eines Testaments vorliegt, können Sie nicht allein entscheiden. Schalten Sie also in jedem Fall einen fachkundigen Anwalt ein.

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